Österreichische tageszeitung berichtet über die Crew Witwe Ching

Am 4. April hatte die Crew Witwe Ching Besuch: Reinhard Frauscher, Deutschland-Korrespondent des Kurier aus Wien, wollte mal sehen, wie die Piraten im Allgemeinen und eine Berliner Crew im Besonderen so ticken. Hier sein Bericht.

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Die Filmpioniere Max und Emil Skladanowsky zeigten am 1.11.1895 im Café Wintergarten in Berlin in einer öffentlichen Veranstaltung erstmalig ein 15 minütiges Filmprogramm. Filme wurden die prägendste Kunstform des 20. Jahrhunderts. Am 11.09.1922 wurde im Kino Alhambra, am Kurfürstendamm 68, der erste Tonfilm der Welt gezeigt. Eine in die Hauswand eingelassene Plakette erinnert daran. Am Ende der zwanziger Jahre symbolisierte „Der blaue Engel“ Glanz und Zauber des Tonfilms.

Der Berliner Kinomarkt ist der heißumkämpfteste Deutschlands. Seit 1996 hat sich die Anzahl der Kinosäle fast verdoppelt, die meisten davon in Multiplexen vor allem in der City-Ost.  Seit ca. 1995 gab es in der Kurbel fast ausschließlich Filme in englischer Originalfassung, was vielleicht auch mit dem schräg gegenüber liegenden Irish Pub zu tun hatte. Dieses Angebot sorgte für gute Auslastung.

Die Probleme für die Kurbel begannen nach dem 11. September 2001; in der Zwischenzeit hatten am Potsdamer Platz das CineStar (Kieft&Kieft Filmtheater GmbH,  sie hat später die UFA übernommen; daraus wurde später die Greater Union Filmpalast GmbH, ein Teil der Kinosparte des australischen Entertainmentkonzerns AHL) und am Alexanderplatz das CUBIX eröffnet, welches ebenfalls zur UFA GmbH i.L. gehört, genau wie seinerzeit die Kurbel. Das CineStar zeigte auch Originalfassungen, war aber überwiegend nicht ausgelastet. Dann wechselte das Programm der Kurbel zu synchronisierten Fassungen, und das Publikum blieb aus, dafür ging die Zahl der Besucher im CineStar hoch, sozusagen Marktbereinigung unter Großkonzernen, denn CineStar und CUBIX liegen ziemlich nah beieinander. Am 25. Juni 2003 fiel nach der Vorstellung von ‚Vom Winde verweht‘ zunächst der Vorhang.

Am 1. Januar 2004 wurde die Kurbel durch die Potsdamer CH Media GmbH wiedereröffnet. Der Eintrittspreis von 2,99 Euro war deutlich niedriger als in anderen Kinos. Der Markt hat sich aber rasant verändert; besonders Kinos mit einem oder zwei Sälen, wie die Filmgühne am Steinplatz und das Hollywood am Kurfürstendamm konnten da nicht mithalten. Der Wechsel der Bedürfnisse, mehr Beinfreiheit, perfekter Ton, ist nicht verschlafen worden, aber für viele kleine Filmunternehmer nicht finanzierbar. Ein Umbau nach diesen Maßstäben kann aber auch dauerhaften Erfolg bringen, wie die Astor Filmlounge am Kurfürstendamm beweist.

Wie so of herrscht Faszination angesichts technischer Neuerungen, aber auch Skepsis in bezug auf die Auswirkungen auf Bestehendes. Die Entwicklung des Films und der Kinos in den letzten 100 Jahren zeigt, dass immer wieder eine Integration in die bestehende Kultur stattfindet, die sich dadurch verändert. Hier gilt es kreative Konzepte zu entwickeln.

http://rettetdieKurbel.blogspot.com

http://www.filmzeitung.de

 

 

7,1% – 4 Sitze in der BVV

Die Piraten in Charlottenburg-Wilmersdorf sind völlig aus dem Häuschen: aus dem Stand erreichten wir in einem eher als konservativ bekannten Bezirk 7,1% der Stimmen für die BVV-Wahl, was uns 4 Sitze einbringt und uns zur viertstärksten Partei macht.

Wir danken allen, die uns das Vertrauen geschenkt haben, und versprechen, alles zu versuchen, dieses Vertrauen in den nächsten 5 Jahren zu bestätigen. Wir sind uns darüber im Klaren, dass es nicht einfach sein wird, unsere Ziele, unsere Vision von Politik im Bezirk durchzusetzen. Aber wir werden hart daran arbeiten.

Bis zur ersten Sitzung der neuen BVV haben wir vieles an Organisatorischem zu tun – und werden darüber, wie es sich gehört, transparent berichten. Die Fraktion wird dafür einen eigenen Blog einrichten, der spätestens nach der offiziellen Bestätigung unseres Wahlergebnisses durch den Wahlleiter online gehen wird.

Unser Infostand am KurfürstendammUnser Infostand am Kurfürstendamm, Foto: Linda